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Wii-Spieler müssen noch bis mindestens 2011 warten, bis ein neues „Zelda“ – Spiel für Nintendos Heimkonsole das Licht der Welt erblickt. Für Nintendo DS steht hingegen ab sofort mit „The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ ein neues Abenteuer mit Link in den Läden. Wie gut das Spiel ist, erfahrt ihr in diesem Review! „The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ spielt viele Jahre nach „The Phantom Hourglass“. Link ist ein Lokomotivführerlehrling, der eigentlich nur seine Lizenz haben will. Doch als er eines schönen Tages zu Prinzessin Zelda kommt, will diese auf einmal, dass er sie zum Turm der Götter fährt. Zelda befürchtet nämlich, dass sich ein dort eingeschlossener Bösewicht bald befreien könnte. Auf dem Weg wird das Duo jedoch überfallen und Zeldas Körper wird geraubt. Außerdem kommt der im Turm eingesperrte Fiesling in der Tat frei. Die Welt von Hyrule ist einmal mehr in Gefahr und ihr müsst sie retten! Die große Besonderheit von „The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ ist nicht etwa, dass Link ein zugfahrender Elf ist, sondern dass euch Zeldas Geist das gesamte Spiel über begleitet. Und die junge Dame hat eine ganz besondere Fähigkeit: Sie kann die Kontrolle über die Phantome im Turm der Götter übernehmen und euch auf diese Weise bei der Lösung der zahlreichen Rätsel zur Hand gehen.
Die mächtige Phantomrüstung kann nämlich zum Beispiel Feuer abhalten oder Stacheln in den Boden drücken. Der Turm der Götter fungiert als Haupt-Dungeon des Spiels, ist also so etwas wie der Ozeantempel im Vorgänger. Vermutlich verbindet ihr noch ein paar schlechte Erinnerungen mit dem besagten Tempel: Damals musstet ihr bei jedem Besuch auch bereits absolvierte Ebenen noch einmal durchspielen – das ist glücklicherweise nicht mehr so. Ihr müsst also kein flaues Gefühl in der Magengegend haben, wenn ihr zum Turm der Götter müsst. Die dort zu lösenden Rätsel sind abwechslungsreich und spaßig, aber zu keinem Zeitpunkt wirklich schwierig. In den ersten Spielstunden werdet ihr kaum denken müssen, später sieht das zugegebenermaßen etwas anders aus – und das ist auch gut so! „The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ besteht nun aber natürlich nicht nur aus dem Turm der Götter, sondern auch aus zahlreichen weiteren Örtlichkeiten. Diese erreicht ihr regelmäßig nur mit dem anfangs erwähnten Zug. Nach und nach werden immer neue Streckenabschnitte freigeschaltet, was euch das Erreichen neuer Dungeons ermöglicht. Natürlich fährt der Zug nicht von alleine, ihr müsst den Schalthebel, die Hupe sowie die Bordkanone bedienen. Damit die Fahrten nicht zu eintönig sind, stellen sich euch hin und wieder Feinde in den Weg, außerdem wurde der Zug clever in zahlreiche Nebenaufgaben eingebunden.
„The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ ist ein sehr umfangreiches Spiel. Für das Hauptabenteuer benötigt ihr rund 15 bis 18 Stunden, ein paar zusätzliche Spielstunden können für Nebenaufgaben (wie beispielsweise die Suche nach Schätzen) draufgehen. Kämpfe mit Bossgegnern sind selbstverständlich auch wieder mit von der Partie und unterhaltsam wie immer. Da ihr Link und Zelda zusammenarbeiten lassen müsst, erfordern die Gefechte mehr Geschick als die aus den vergangenen Spielen. Gänzlich neu ist auch die Flöte des Landes, die ihr über das Mikrophon des Nintendo DS bespielt. Mit ihr „aktiviert“ ihr nicht nur neue Schienenabschnitte, sondern könnt euch zum Beispiel auch Geheimnisse anzeigen lassen – ihr benötigt nur die richtige Melodie. Nichts geändert hat sich bei der Steuerung. Nach wie vor bewegt ihr Link (oder von Zelda besessene Phantome) mit dem Stylus durch die Dungeons und zeichnet mit diesem zum Beispiel auch die Flugbahn für den Boomerang ein. Das alles hat bereits vor zwei Jahren ganz wunderbar funktioniert – und heute sieht das nicht anders aus.
Alles in allem ist „The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ ein nahezu perfektes Spiel. Charakter- und Leveldesign könnten besser kaum sein, der Grafik hätten ein paar Verbesserungen aber gut getan. „Spirit Tracks“ sieht genauso gut wie das zwei Jahre alte „Phantom Hourglass“ aus. Nun gut, das ist nicht schlecht, war „Phantom Hourglass“ doch eines der optisch charmantesten Nintendo DS-Spiele überhaupt (und spielerisch natürlich sowieso). Einige Texturen wirken dennoch schlicht und ergreifend antiquitiert. Der Sound ist wiederum grandios wie eh und je. Nur wenige andere Spiele bieten einen so liebevollen Soundtrack! „The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ bietet zu guter Letzt auch einen Mehrspielermodus für bis zu vier Spieler, der mit einer Spiel-Karte gespielt werden kann. In diesem müsst ihr so viele Edelsteine wie möglich sammeln – der Spieler mit den meisten gewinnt! Eure Gegenspieler könnt ihr nicht direkt angreifen, jedoch könnt ihr ihnen Phantome auf den Hals hetzen oder sie mit vorinstallierten Fallen ärgern. Wer von einem Phantom erwischt wird oder in eine Falle tappt, der verliert Edelsteine. Konfrontationen solltet ihr also tunlichst vermeiden! Natürlich solltet ihr diesen Mehrspielermodus „nur“ als eine nette Dreingabe ansehen, kurzweiligen Spaß könnt ihr hier dennoch mit euren Freunden haben.
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| SCREENSHOTS |
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